Autor Steffen Ziegler am Mikro

STEFFEN ZIEGLER

Mit seinem vierbändigen Roman „Keltenkind“ führt uns Steffen Ziegler in das Mitteleuropa vor 2000 Jahren. Er erzählt vom Aufstieg und Untergang des an der Lahn gelegenen römischen Marktortes Mattiacum, dessen Entdeckung erst 20 Jahre zurück liegt.

Dem Herborner Autor Steffen Ziegler dient er als Kulisse für eine dramatische und zugleich Völker verbindenden Liebesgeschichte.

Luna, eine römischen Waise, verliebt sich in den jungen keltischen Schmied Velent, aber die Wirren der Zeit reißen die beiden immer wieder auseinander. Endlich vereint, wird Luna jedoch von Velent sogar aus freien Stücken verlassen. Da Velent glaubt, seinen germanischen Jugendfreund Swidger in die Varusschlacht getrieben zu haben, will er seinen Freund Swidger vor dem Freitod in dieser Schlacht bewahren.

Die Handlungsorte der Saga „Keltenkind“ sind u.a. in Mittelhessen, so auch die Ruinen der einstigen Keltenstadt auf dem Dünsberg.

Steffen Ziegler, Redakteur bei Radio Siegen, arbeitete acht Jahre an seinem vierbändigen Roman „Keltenkind“. Auf ein Jahr der Recherche folgten drei Jahre des Schreibens. Als aber die 800 Seiten lange Geschichte fertig war, schrieb Steffen Ziegler sie noch einmal um. Er schlüpfte in die Rolle eines römischen Geschichtsschreibers und goss den kompletten Erzähltext seines Romans „Keltenkind“ in die Versform des Hexameters. In dieser, in der Antiken beliebten Versform ist u.a. auch die Odyssee geschrieben. Für diese Arbeit benötigte er weitere drei Jahre. Ein letztes Jahr investierte Steffen Ziegler in die Produktion einer 20-stündigen Hörspielfassung mit ca. 150 Sprecher*innen. Einige kurze Abschnitte daraus wird er in seine Lesung einbauen.

Freitag, 24. April 2020
Beginn: 19.30 Uhr, Einlass: 18.30 Uhr
Eintritt: 10,00 € (incl. 1 Glas Sekt zur Begrüßung)

Kartenvorbestellung täglich außer Samstag ab 18.00 Uhr unter 06409/6624707

Heinrich Dörmer mit seinem Krimi "Hühnenschlag"

HENRICH DÖRMER

Henrich Dörmer, Jahrgang 1973, ist ein waschechter Oberhesse. Er liebt und schätzt seine oberhessische Heimat über alles. So ist es nicht verwunderlich, dass seine Kriminalromane alle in dieser wunderschönen Region rund um deren kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten spielen. Bei seinen umfangreichen Recherchen – mit „Fehlbrand“ liegt inzwischen sein fünfter Kriminalroman vor – entdeckt er selbst seine Heimat, deren kulturellen Schätze und die oft überregionale Bedeutung neu.

Der Hauptschauplatz seines fünften Werks ist erstmals Gießen, und zwar das Gießen der Goldenen Zwanziger. Er lässt die Stadt dieser vergangenen Zeit wieder auferstehen. Schauplätze sind u.a. „Rappmanns Collosseum“ in der Walltorstraße, das Café „Ernst-Ludwig“ neben dem Stadttheater, das „Palast-Lichtspiel“ am Lindenplatz, das alte „Volksbad“ hinter dem Seltersweg, der „Gießener Flughafen“ und auch die Gießener Straßenbahn.

Dörmer taucht tief ein in diese schon lange vergangene Zeit. Er fertigt einen Stadtplan des Gießens der 1920-iger Jahre an, er entwirft und zeichnet das Umschlagbild und er erschafft für diesen fünften Kriminalroman neue Charaktere, die in diese Zeit passen und die in dem damals typischen Jargon sprechen.

Die drei Hauptakteure sind: Kommissar Rau, überzeugter Sozialdemokrat und Sohn eines Kriegsveterans aus Allendorf/Lumda, der Kommissar-Anwärter Jakob „Köbes“ Entenich aus Köln mit nationaler Gesinnung sowie die junge, selbstbewusste Therese Brunner, Medizinalassistentin am Pathologischen Institut – Spannungen auf verschiedenen Ebenen sind zu erwarten!

Am 27. September 1927, dem großen und gesellschaftlich bedeutenden Tag der Einweihung des Gießener Flughafens, beginnt der Kriminalfall. In den Licher Tonwerken wird eine offenbar gewaltsam zu Tode gekommene männliche Leiche gefunden. Die Kommissare Rau und Entenich werden mit der Lösung des Falls beauftragt.
Bei ihrer mühsamen Aufklärungsarbeit müssen sie sich weiteren mysteriösen Situationen und Begegnungen stellen sowie die eine oder andere kriminelle Tat verfolgen. Sie treffen auf Verflechtungen, die zurück reichen in das Jahr 1916, in die Zeit der grausamen Schlacht um Verdun zwischen deutschen und französischen Soldaten.

Bei ihrer Arbeit kristallisiert sich für die beiden Kommissare immer mehr heraus, dass die dramatischen Ereignisse um den Toten der Licher Tonwerke am Gießener Flughafen ihren Anfang genommen haben.

Freitag, 13. November 2020
Beginn: 19.00 Uhr, Einlass: 18.30 Uhr
Eintritt: 8,00 €

Kartenvorbestellung täglich außer Samstag unter 06409/6624707

ROTH & SCHÄFER

Sigward Roth las während des Abends mehrere Passagen aus seinen beiden Büchern „Fäägmeel“. Die Wertschätzung des mittelhessischen Platt lief wie ein roter Faden durch seine Darbietungen. Die Lesung wurde untermalt durch Bertholds musikalischen Beitrag. Er sang altbekannte Fäägmeel-Lieder und begleitete sich selbst dabei auf der Gitarre.

Charly Weller mit seinem Buch "Gallus" bei der Lesung im Kirchlein

CHARLY WELLER

Gut 30 Krimi interessierte Gäste waren am Sonntagnachmittag ins „Kirchlein“ gekommen. Sie wollten Charly Wellers Krimilesung beiwohnen und sich so einen Eindruck von seinem sechsten Kriminalroman „Gallus“ verschaffen.

Die Handlungen und Personen seiner Krimis sind zwar frei erfunden, ihnen liegen aber häufig reale Begebenheiten, Ereignisse und Charaktere zugrunde. Seine „Fälle“ entspringen nie nur seiner Fantasie. Vielmehr fließen ausführliche und gewissenhafte Recherchen mit ein. Er legt viel Wert darauf, die Orte seiner Handlungen selbst zu kennen und das Atmosphärische seiner Handlungen treffend, z.B. in der für das Milieu typischen Sprache, wieder zu geben.

Charly Weller las verschiedene Kapitel, deren Zusammenhang sich den Zuhörern während der Lesung aber nicht erschloss. Ein weiteres Charakteristikum des Autors ist es nämlich, in verschiedenen Erzählsträngen zahlreiche Personen an verschiedenen Orten agieren zu lassen. Erst beim Lesen des Buches bekommt der Krimifan nach und nach das große Ganze in den Blick.

Fragen nach diesem Zusammenhang, die im Anschluss an die Lesung gestellt wurden, ließ Charly Weller somit schmunzelnd unbeantwortet.

Impression Konzert Meelstaa im Gästehaus Am Kirchlein

MEELSTAA

Das Interesse am Konzert der Mundartgruppe „Meelstaa“ war sehr groß, der Gastraum des „Kirchleins“ war voll besetzt. So zeigte sich erneut wie Recht Berthold Schäfer 2012 hatte, als er mit der Gründung der Musikgruppe „Meelstaa“ das Erbe der erfolgreichen und weit über die Region hinaus bekannten Mundartgruppe „Fäägmeel“ antrat.

Berthold, Clemens und Jens bestritten den Abend auf Platt, nicht nur die Liedtexte, auch ihre Beiträge, Kommentare, Anekdoten – alles und immer auf Platt! Das Publikum war begeistert! Viele Gäste antworteten auf Platt, es breitete sich eine ganz besondere Stimmung aus: heimelig, urig, familiär, vertraut – fast schon durch den gemeinsamen Dialekt verbündet.

Charly Weller bei der Krimilesung im Gästehaus Am Kirchlein.

CHARLY WELLER

Ein Krimi interessiertes Publikum hatte sich im „Kirchlein“ eingefunden, um sich mit Kommissar „Worschtfett“ in die Welt der Verbrechensbekämpfung zu begeben.

Charly Weller überraschte, begeisterte und überzeugte das Publikum mit seiner Lesung. Die Auswahl der Handlungsschauplätze, die Charakterisierung seiner Romanfiguren, seine Kenntnis der manischen Sprache – die Zuhörer folgten dem Vorgetragenen aufmerksam und neugierig. Gekonnt stellte Charly zwischen den gelesenen Passagen Übergänge her und ermöglichte den Krimi erfahrenen Zuhörern so ein Herantasten an die Gesamtsituation.

Viele Zuhörer stellten nach der Lesung Fragen an Charly Weller, die dieser sehr gerne beantwortete. So entwickelte sich ein reger Austausch.

Charly versprach, mit seinem neuen „Worschtfett“ – Krimi „Gallus“ wieder ins „Kirchlein” zu kommen.

Paddy Schmidt. Detail.

FAR AWAY

Leider hatte sich nur eine recht überschaubare Anzahl Interessierter im „Kirchlein“ eingefunden um Paddys abwechslungsreichen Darbietungen beizuwohnen. Das allerdings minderte den Erfolg des Abends in keiner Weise.Paddy – der bei herrlichem Frühlingswetter mit seiner tourerfahrenen Harley angereist war – hatte neben seinem Reisebericht zahlreiche Fotos und seine legendäre, zusammenklappbare Gitarre mit im Reisegepäck.

Simply4friends am Adventnachmittag beim Konzert

ADVENT-NACHMITTAG MIT SIMPLY 4 FRIENDS

Schnell füllte sich am frühen Nachmittag des 2. Advent der Gastraum des „Kirchleins“ mit Besuchern. Sie alle freuten sich auf eine gemütliche Kaffeerunde mit aromatisch duftendem Kaffee oder Tee und frisch gebackenen Waffeln – vorzugsweise serviert mit Vanilleeis und hausgemachtem Rumtopf.

Gut gestärkt genossen die Gäste dann ab 16.00 Uhr das vorweihnachtliche Konzert des Quartetts „Simply4friends“. Christiane, Sabine, Wolfgang und Guido boten eine abwechslungsreiche Auswahl von mehr oder weniger gut bekannten Weihnachtsliedern.

Sie eröffneten das Konzerts u.a. mit dem Song „Jingle Bells“. Im sich anschließenden ersten Block präsentierten die vier Sänger und Sängerinnen moderne Kinderweihnachtslieder wie z.B „Was bringt der Dezember?“ und „Ich wünsche mir…“.
Im zweiten Block folgten amerikanische Weihnachtslieder wie das Lied „Winterwonderland“.
Die traditionellen deutschen Winter- und Weihnachtslieder folgten schließlich im dritten Block. So erklangen die Lieder „Schneeflöckchen, weiß Röckchen“, „Morgen Kinder wird‘s was geben“, „Stille Nacht“ und einige mehr. Besonders bei diesen Liedern sangen viele Gäste bewegt mit.

Den vorläufigen Abschluss des Konzerts bildete der Song „Feliz Navidad“, bei dem Christiane und Sabine selbstangefertigte Präsente unter den Zuhörern verteilten.
Simply4friends überzeugten aber nicht nur mit ihrem Gesang, sondern auch mit zahlreichen Geschichten und Gedichten, die sie im Wechsel mit den Liedern vortrugen.

Das begeisterte Publikum forderte mit seinem anhaltenden Applaus eine Zugabe, die die Künstler gerne gewährten. Zu aller Überraschung folgte auf Platt das Fäägmeel-Lied „Wenns Chreaskinnche kimmt“, bei dem das plattkundige Publikum engagiert mitsang.

Sven Görtz. Künstler Porträt.

SVEN GÖRTZ

Sven zog das Publikum in den Bann seines Vortrags. Es schenkte ihm konzentriert und fasziniert seine Aufmerksamkeit, begeisterte sich an seinen Lied- und Textvorträgen.
Die Zuhörer lernten in szenischen Erzählungen so Leonard Cohen kennen als Mann mit 1000 Gesichtern, stets tadellos gekleidet und auf der Suche nach Antworten über den …