Musiker Stefan Keil live an der Gitarre

STEFAN KEIL

Stefan Keil, geboren in Lich, wuchs in einer musikalischen Familie auf. Zunächst autodidaktisch, später durch klassischen Bassunterricht bei Frank Höffliger und Markus Runzheimer erlernte er das Bass-Spielen. 1987, mit 17 Jahren, tritt er erstmals als Sänger und Bassist in einer Metall-Band auf. Es folgten zahlreiche Auftritte mit verschiedenen Bands. Vom reinen Bassisten und Sänger hat sich Stefan Keil zu einem Musiker entwickelt, der seine E-Gitarre favorisiert, aber dennoch einen guten Basslauf zu schätzen weiß.

Auf diesem abwechslungsreichen Weg begegnete er 1992 erstmals der Musik von Neil Young. Er entdeckte diese Musik für sich und kann sich seitdem eine Welt ohne diese wunderschönen Lyrics nicht mehr vorstellen. Im Duo mit seinem Freund und Mentor Peter Müller spielte er seit 2013 Konzerte mit Neil Young Cover-Songs. Der viel zu frühe Todt seines musikalischen Bruders Peter Müller im Jahre 2016 hinterließ eine sehr große Lücke.

Seit 2015 sind Stefan und Una Keil als Duo mit ihrem Neil Young-Programm auf der musikalischen Bühne zu hören und zu sehen. Una war bei Studioaufnahmen schon vor dieser Zeit mit im Team. Heute ist Una u.a. für den Backgroundgesang und die Technik zuständig.

Fans und Presse sind sich einig: Stefan Keil ist Deutschlands bester Neil Young Interpret. Kein anderer Interpret ist so nah am Original – nicht nur musikalisch, sondern auch optisch.

Das Duo Stefan Keil und Una Keil präsentiert Songs aus Stefans drei CDs „Forever Young“ (2013), “Tell Me Why“ (2014) und „Country Home“ (2015/16). Sie überzeugen mit guter, handgemachter Musik, die zum Träumen, Sich-Erinnern und/oder Neu-Entdecken einläd. Stefan unterhält sein Publikum aber auch mit zahlreichen, kleinen Anekdoten zu den Songs und über deren Entstehung. Ebenso wird er die für seinen Werdegang ganz besondere Bedeutung von Peter Müller als Freund, Gitarrist, Weggefährte und Produzent aufgreifen.

Vor Konzertbeginn bieten wir Ihnen ein saisonales, hausgemachtes Gericht, über das ich Sie bei Ihrer Anmeldung gerne informiere. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an!

Freitag, 06. März 2026
Beginn: 19.30 Uhr, Einlass: 18.30 Uhr
Eintritt: 15,00 €

Anmeldung bitte erforderlich unter 06409/6624707.

Gemischter Satz -Portraet Künstler

GEMISCHTER SATZ

Der Ankündigung dieses kulturellen Events waren zahlreiche Interessierte gefolgt. Der Gastraum des „Kirchleins“ war bis zum letzten Platz besetzt. Viele Interessierte schafften es leider nur auf die Warteliste.

Es war ein besonderes und neues Format, das an diesem Abend geboten wurde: Drei Gießener AutorInnen lesen eigene Texte, alle basierend auf tatsächlichen Ereignissen oder sogar auf eigenen Erlebnissen. Mit ihren Saxophon-Improvisationen gestaltete Elsa W. Hartmann gekonnt die Überleitungen. Den ersten Part der Lesung übernahm Elsa W. Hartmann. Ihre Kurzgeschichte mit dem Titel „Junges Unglück“ handelt von einem Mord, der sich 1955 tatsächlich im Marburger Hinterland ereignet hatte. Dabei legt Elsa W. Hartmann ihr Augenmerk nicht auf die Tat selbst, sondern vielmehr auf die Umstände, die zu dieser entsetzlichen Tat geführt haben.

Nach der musikalischen Überleitung trat Hans-Jürgen Hofmann ans Rednerpult. In seiner Geschichte „Leiter“ geht es um die Verarbeitung einer Familientragödie, die jahrelang unter den Teppich gekehrt worden war. Während eines Besuchs der Familie bei der demenzkranken Mutter werden die früheren Geschehnisse aufgedröselt. Auch dieser Geschichte liegt eine tatsächliche Begebenheit zugrunde.

Nach der Pause, die mit stimmungsvollen Saxophonklängen ein- und auch wieder aus“geläutet“ wurde, präsentierte Gertrud Evers dem Publikum ihre Kurzgeschichte „Im Zeichen der Jungfrau“. Sie beschreibt die Situation der 56-jährigen Textilfachverkäuferin Irmgard Schäfer, die sich wegen ihrer Depression in einer Kurklinik befindet. Gegen Ende ihres Aufenthaltes lässt sie sich – für sie selbst völlig überraschend – auf ein sexuelles Abenteuer mit einem Mitpatienten ein. Am Tag ihrer Abreise verlässt sie als veränderte Frau die Klinik.

Den Zuhörern gefiel was sie hörten! Sie lauschten gespannt den einzelnen Vorträgen und kommentierten diese mal mit belustigtem Lachen, mal mit verständnisvollem Schmunzeln, mal mit einem erstaunten Raunen oder auch einfach nur mit begeistertem Applaus.

Zum Abschluss las das Trio „Gemischter Satz“ in wechselnden Rollen den kurzweiligen Schwank „Ich komme“, in dem das monatelange Bemühen einer Bauherrin um einen Termin mit einem Handwerker anhand des originalen SMS-Wortlautes äußerst unterhaltsam wiedergegeben wird.

CORA GLADITZ

Cora Gladitz, leidenschaftliche Multiinstrumentalistin, ist vielen Menschen in der Region als Mitglied der Westerwald Pipers bekannt, einer Pipeband, die auf dem Biebertaler Weihnachtsmarkt mit ihrer schottisch-irischen Folklore schon mehrfach das Publikum begeistert hat.

Im „Kirchlein“ in Krumbach widmete sie sich als begeisterter Weihnachtsfan ihrer zweiten musikalischen Leidenschaft – den Winter- und Weihnachtsliedern. In diesem Jahr wurde sie begleitet von Carmen Brandt (Flöte, Rhythmus) und Volker Reiff (Gitarre, Gesang). Cora hatte sowohl traditionelle wie auch moderne Lieder ausgewählt. Während des Konzertes begleitete sie den Gesang mal auf der Gitarre, mal mit der Small Pipes, mal auf der Thüringer Waldzither, mal auf der Mundharmonika und auch mal auf dem Dudelsack. Zusätzlich, fast nebenbei, führte sie die Zuhörer unterhaltsam, informativ, abwechslungsreich und mitreisend durch das Programm.

Das zu Beginn des Konzerts ausgehändigte Textblatt mit den Texten von acht traditionellen Weihnachtsliedern nutzten die Anwesenden sehr gerne! So war der Gastraum nicht nur von Coras musikalischen Darbietungen sondern immer auch wieder vom Gesang der 30 Gäste erfüllt. Bei manchen Songs unterstützte das Publikum Coras Musikvortrag zusätzlich mit dem Singen des Refrains.

Zu den Liedern, die Cora zum Mitsingen ausgewählt hatte, zählten u.a. „Alle Jahre wieder“, „Süßer die Glocken nie klingen“, „Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Fraun“, „Am Weihnachtsbaum, die Lichter brennen“ und zum Abschluss das irische Segenslied „Möge die Straße uns zusammen führen“. Bei dem Lied „Rudolph The Red Nosed Reindeer“ sorgten einige Gäste mit verschiedenen Schellenkränzen und Glockenstäben für das stimmungsvolle Schlitten-geläut. Die Gäste waren begeistert und spendeten immer wieder langanhaltenden Applaus. Es war ein stimmungsvoller, ganz besonderer Nachmittag am Freitag vor dem ersten Advent.

Vor dem Konzert hatten sich alle Gäste beim gemütlichen Adventkaffee mit hausgemachten adventlichen Torten und angeregten Gesprächen auf den musikalischen Teil des Nachmittags eingestimmt.

Kerné Kultur-Event 2025

KERNÉ-KONZERTLESUNG

Das erst seit Herbst 2024 bestehende Duo „Kerné“ mit der Autorin Natascha N. Hoefer und dem Musiker Jens Schneider bot seinem Publikum Einblicke in die Besonderheiten eines Lebens zwischen zwei Kulturen.

Natascha las hierzu aus ihrem autobiografischen Essay „Dazwischen“ (2024) mehrere Abschnitte. Diese widmeten sich z.B. den Themen „Abschied nehmen / neu Ankommen“, „Heimat(en) und Wurzeln“, typische kulinarische Speisen, u.a. Jens, dessen musikalischer Beitrag im Wechsel mit dem literarischen Part vorgetragen wurde, bot ein breites musikalisches Spektrum. Er begeisterte die Zuhörer mit traditionellen bretonischen und irischen Instrumentals (z.B.: „Dans Plinn“, „Jenny’s Welcome to Charlie“) ebenso wie mit zeitgenössischen Songs, z.T. in mittelhessischer Mundart (z.B.: „Dörfchen“, „De Himmel eass bloo“, „Schnitzel un Rippche“) und Eigenkompo-sitionen.

Die Gäste fanden großen Gefallen an der Präsentation des Themas „Zu Hause zwischen zwei Kulturen“. Sie zeigten sich bewegt und beeindruckt von den autobiografisch geprägten Lesungen und den abwechslungsreichen Songs, die auf vielfältige Weise das Thema der Konzertlesung aufgegriffen und verstärkt haben.

Event sRs-Dialekt-Projekt

sRs-DIALEKT-PROJEKT

Im Gastraum des „Kirchleins“ war kein Stuhl mehr frei. Zahlreiche Gäste waren voller Erwartung und Vorfreude gekommen um das Mundart-Event der drei Künstler zu genießen. Siegward Roth und Berthold Schäfer, die beiden Urgesteine der von ihnen 1985 gegründeten Mundartgruppe „Fäägmeel“, schätzen und lieben das mittelhessische Platt. Jens Schneider – „neues“ Bandmitglied – stand schon in der 2012 gegründeten Gruppe „Meelstaa“ ,mit Berthold auf der Bühne. Jens bringt sich als Sänger und Mandolinespieler in die musikalischen Darbietungen ein.

Zu Beginn hatte Siegward Roth „Naues aus der Sproochkultur Mittelhessens. „Woarim sich die Mittelhesse fier ihr rollendes R schaame un woas doas met Ludwig XIV, em „Sonnekönich“, se dou hot“ präsentiert. An die kleine Lesung schloss sich der musikalische Teil an. Berthold und Jens spielten zur großen Begeisterung des fachkundigen Publikums „alte“ Fäägmehlsongs wie z.B. „Leäwiche Stowwe“ (lebendige Stuben), „Eisblomme“ (Eisblumen) und „Dann off aamol“.

Nach der Pause gab es dann von Siegward Roth Philosophische Betroachtunge zoum „Altwern ean Mittelhessen“ un zou de Traditione voo „Fabel un Ballade ean de mittelhessisch Kultur“. Einmal mehr wurde deutlich „Wir schämen uns der Moddersproach nicht!“ Im Anschluss folgten wieder von Berthold und Jens vorgetragene Mundartlieder. Dazu zählten u.a. „Philosophie-Blues“, „Junimojed“ (Junimorgen), „Klaaner Mann“ und „Ean de Kirch“.

Bertholds und Jens’ engagierter und mitreisender Vortrag blieb nicht ohne Wirkung. Die Gäste sangen die Refrains mit, freuten sich über die Inhalte der Lieder und applaudierten mit großer Begeisterung. Sehr gerne gaben Berthold und Jens unter großem Beifall mit „Mir sei Kerle“, „Noober’sch Gockel“ und dem legendäre Stück „Die Rure Roiwe Roppmaschin“ die vehement geforderte Zugabe.

Porträt Stefan und und Una Keil beim Event im Kirchlein 2025

STEFAN KEIL

Stefan begegnete am 16. Oktober 1992 erstmals der Musik von Neil Young. Anlass war das 30-jährige Bühnen-jubiläum von Bob Dylan, zu dem Neil Young den Song „All Along The Watchtower“ in einer unvergleichlichen Version spielte. Seit damals kann sich Stefan eine Welt ohne diese wunderschöne Musik nicht mehr vorstellen. Er sieht Neil Young nicht nur ähnlich, sondern covert seine Songs auch täuschend echt. Stefan spielt, genau wie Neil Young, eine schwarze E-Gitarre der Marke Les Paul mit Bigspy.

Stefan Keil und Una präsentierten Songs aus Stefans drei CDs „Forever Young“, „Tell Me Why“ und „Country Home“. Songs wie „Down by the river“, „Mother Earth“, „Pocahontas“, „Hey, hey, my, my“ u.a. begeisterten das Publikum. Manche Zuhörer genossen diese wunderschöne Musik ganz still, andere sangen den einen oder anderen Refrain mit. Jeder Song wurde mit stürmischem Applaus bedacht.

Una, die an vielen Stellen zum reibungslosen Ablauf des Konzerts beitrug, beeindruckte immer wieder mit ihrer unterhaltsamen und informativen Moderation. So erfuhren die Gäste, dass Neil Young durchaus auch politisch motivierte Songs geschrieben hat. Dazu zählt z.B. sein Song „Rockin’ in A Free World“ (1989). Über diesen Song wird erzählt, dass Neil Young die Idee für ihn entwickelte, als er im Fernsehen Bilder von der Beerdigung Ayatollah Khomeini‘s sah. Mit diesem Song kritisierte er die Regierung von H.W. Bush. Donald Trump nutzte den Song mehrfach bei seinen Wahlkampfveranstaltungen, obwohl Neil Young ihm das 2015 ausdrücklich untersagt hat.

Una wusste außerdem auch von vielen allgemeinen Begebenheiten aus Neil Youngs Leben zu berichten, wie z.B. zu dem Song „This old house“, dass er ursprünglich von Crosby, Stills, Nash und Young für ein Benefitzkonzert zugunsten in Not geratener Farmer geschrieben und 1988 veröffentlicht worden war. Neil Young tritt seit inzwischen über 30 Jahren jährlich bei diesem Benefitzkonzert auf. Über Neil Youngs Lied „Helpless“ erfuhren die Anwesenden, dass es von Neil Youngs Hilflosigkeit handelt, die er in Anbetracht seiner ständigen, starken Schmerzen in Folge von Kinderlähmung und Epilepsie so oft empfindet. Im „Kirchlein“ genoss Stefan „Standing Ovation“ für sein mitreißendes und überzeugendes Spiel auf der E-Gitarre, seiner „Blacky“.

Mit diesen und vielen weiteren Informationen über Neil Youngs Leben und Wirken trägt Una sehr unterhaltsam und abwechslungsreich zum Gelingen dieses ganz besonderen Neil Young Abends bei.

Es war ein bemerkenswerter Abend. Die Gäste dankten mit anhaltendem Applaus für die gute, handgemachte Musik. Gerne erfüllten Stefan und Una den Wunsch der Gäste nach einer Zugabe. Das nächste Konzert von Stefan Keil ist für Freitag, 06. März 2026 geplant.

Sven Görtz live beim Event "Thank you Leonard"

THANK YOU, LEONARD

Auch an diesem Abend gelang Sven Görtz mit „Thank you, Leonard“ eine beeindruckende und faszinierende Neuauflage seiner erfolgreichen Konzertreihe „So long, Leonard Cohen“.

Sven hatte sein Programm für den Abend in kleine, thematisch abgestimmte Blöcke geordnet. In jedem Block verband er zwei Leonard Cohen – Songs sowohl mit zahlreichen Informationen als auch mit einem eigenen Song. So lernten die Zuhörer Leonard Cohen kennen als Mann mit 1000 Gesichtern, als stets tadellos gekleideten Mann auf der Suche nach Antworten über den Sinn und Inhalt des Lebens, als die Langsamkeit liebenden Mann, der bei seiner Arbeit äußersten Wert legte auf Wahrheit, Aufrichtigkeit und Authentizität, als Mann der Perfektion, der auf oft ungewöhnlichen Wegen Höhen und Tiefen erlebte – immer auf der Suche.

Zu den von Sven kunstvoll und originell interpretierten Cohen-Songs zählten Lieder wie „Suzanne“, „Halleluja“, „Lover,Lover,Lover“, „So Long Marianne“, „Who By Fire“ und andere. Aus Svens eigener Feder stammten z.B. die Lieder „Da warst du“ und „Verzaubert sind die Tage“, denen die Gäste ebenso aufmerksam und beeindruckt zuhörten.

Sein Publikum ließen sich von Svens Darbietungen gerne verzaubern. Die Anwesenden lauschten gebannt seiner Musik und seinen abwechslungsreichen und informativen kleinen Vorträgen. Svens tiefe, warme Stimme, sein versiertes Gitarrenspiel und seine Bühnenpräsenz fesselten die Zuhörer. Es war ein genussvoller, vollkommen entspannter und ungezwungener Abend. In der gemütlichen Atmosphäre entwickelte sich schnell eine große Nähe zwischen Sven und seinen Gästen. Sehr gerne kam Sven Görtz dem Wunsch nach einer Zugabe nach.

Christian Gömpel beim Event im Kirchlein

CHRISTIAN GÖMPEL

Zu Christian Gömpels erstem Konzert im „Kirchlein“ waren zahlreiche Gäste gekommen und erlebten einen stimmungsvollen und informativen Abend. Christian, der für seine Konzerte kleine Räume mit gemütlicher Atmosphäre bevorzugt, spielte unplugged zur akustischen Gitarre – ohne Mikrofon, ohne Verstärker, ohne Effekte.

An diesem Abend präsentierte er die wichtigsten Songs aus Lennons Solo-Zeit. Christian begann das Konzert mit dem so aktuellen Titel „Give peace a chance“. Danach folgten ca 20 weitere Songs, darunter „God“, „Imagine“, „Woman is the nigger“, “Gimme some truth“, „Mind Games“, „Nobody loves you“, „Woman“, u.a. Zu jedem Song hatte Christian Gömpel spannende Informationen zusammengestellt. So erfuhr das Publikum Interessantes über die Entstehung des jeweiligen Songs, über seine inhaltliche Bedeutung, über seinen Bezug zu Lennons jeweiliger Lebensphase. Bei besonders wichtigen Passagen lieferte Christian seinem Publikum auch die Übersetzung des Textes. Die Klavierparts einiger Songs hatte er umarrangiert für Gitarre.

Die Gäste waren begeistert und beeindruckt. Ihnen gefiel dieser Mix aus spannender Information und gefühlvoller Musik. Dementsprechend anhaltend und fordernd fiel ihr Applaus aus. Christian Gömpel ließ sich gerne bitten und spielte mehrere Zugaben. So durften sich die Zuhörer u.a. noch über die Songs „Oh my love“ und „Happy Christmas“ freuen.

Für das Jahr 2025 ist ein weiteres Konzert von Christian Gömpel im „Kirchlein“ geplant.

Berthold Schäfer an der Gitarre beim Event im "Kirchlein"

ROTH & SCHÄFER

Im Gastraum des „Kirchleins“ war kein Stuhl mehr frei. Zahlreiche Gäste waren voller Erwartung und Vorfreude gekommen um das Mundart-Event der beiden Künstler zu genießen. Siegward Roth und Berthold Schäfer, die beiden Urgesteine der von ihnen 1985 gegründeten Mundartgruppe „Fäägmeel“, schätzen und lieben das mittelhessische Platt – die Sprache, die sie als Kinder gelernt haben. Ihr großes Anliegen ist es, zum Erhalt dieses mittelhessischen Kulturguts beizutragen.

„Dann saa mer Genowed und freue eus, des ihr doo seid!“ begrüßte Siegward die Gäste. Es folgten kurze Episoden und Gedichte aus seinen beiden Büchern „Knotterbock – Grondlejendes zoum mittelhessischen Charakter o sich“ und „Geschlechterzores“. Vor und nach der Pause las Roth einige Texte aus den beiden Bänden seiner Bücher „Fäägmeel – E Geschicht fier sich“. Das des hessischen Platts kundige Publikum war begeistert und ließ sich sehr gerne in die damalige Zeit entführen. Berthold Schäfer spielte und sang zum Ende des ersten Sets einige der vielgeliebten „Fäägmeel“-Lieder. Sie waren alle vor ca. 40 Jahren von Siegward Roth getextet und von Berthold Schäfer komponiert worden. Die Gäste freuten sich z.B. über „Leawiche Stowwe“, „Weit un noh“, „Woas bleibt“, „Mein Freund“ u.a.

Nach der Pause las Siegward weitere Geschichten aus seinem Buch „Fäägmeel“. Danach folgten in Hochdeutsch kleine Gedichte aus seinen beiden Gedichtbändchen „Lichtes Dunkel“ und „Viren-Klima“. Den Abschluss des Abends gestaltete Berthold mit einigen flotten und beliebten „Fäägmeel“ – Liedern. Die Zuhörer hörten u.a. „Ean de Kirch“, „Ei guck hie“, „Nochbersch Gockel oder eam Kichefeanster“. Bertholds engagierter und überzeugender Vortrag blieb nicht ohne Wirkung. Die Gäste sangen die Refrains mit, amüsierten sich über die Inhalte der Lieder und applaudierten mit großer Begeisterung. Nach dem legendären Lied „Die Rure Roiwe Roppmaschin“ gab es kein Halten mehr – unnachgiebig forderten die Zuhörer eine Zugabe. Mit den Liedern „Die Äcker“ und „De Wasserkrone“ endete dieser sehr bewegende Abend.

Sehr gerne werden Siegward Roth und Berthold Schäfer auch im neuen Jahr wieder einen Abend im „Kirchlein“ gestalten.

Nora Schmidt am Mikro

NORA SCHMIDT SOLO

Zahlreiche Gäste hatten sich für Noras Konzert mit dem Motto „La vie en rose“ angemeldet und mit großer Vorfreude im „Kirchlein“ eingefunden.

Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme, der vielfältigen Chansons-Auswahl und den Erklärungen bzw Anekdoten, die sie zu jedem Chanson unterhaltsam vortrug, begeisterte sie ihre Zuhörer restlos. „La vie en rose“, „J’attendrai“, „L’accordéoniste“, „La mer“, „Quand il est mort le poete“, „La ballade des gens heureux“ – sind nur einige der vorgetragenen Stücke. Den nicht enden wollenden Schluss-Applaus belohnte Nora Schmidt mit „Non, je ne regrette rien“ von Edith Piaf.

Das petit dîner mit hausgemachtem Aperitif, verschiedenen Quiches und dem Dessert-Klassiker Tarte Tatin stimmte die Gäste auf das Konzert ein und unterstrich den französischen Flair des Abends.