Kunst-Event

27. Februar 2026, Gästehaus „Am Kirchlein“
Bluesdoctor gibt eine spontane Premiere – Konzert mit drei Musikern
Wegen kurzfristiger Erkrankung des Schlagzeugers Manfred Jung entschlossen sich Christoph Handrack (Gesang, Piano, Orgel), Thomas Geis (Gitarre) und Hartmut Dietrich (Gesang, Mundharmonika) nach intensiver Probe zu einem Auftritt als Trio. Diese Premiere haben die drei Musiker mit Bravour bestanden.
Das Programm der Musiker von „Bluesdoctor“ bestand in etwa je zur Hälfte aus Eigenkompositionen und aus Coversongs. Die eigenen Stücke der Band können grob in zwei Kategorien eingeteilt werden. So unterscheiden sie Songs, die in der Tradition des elektrischen Blues stehen – z.B. „Fool no more“ und „Sugar Daddy Blues“ – von denen, die andere Musikstile aufgreifen. Hierzu zählen u.a. ihre Stücke „Come home to You“, ein Ska (eine Musikrichtung aus Jamaika) und „Rosie goes out tonight“, das sich am Tex-Mex-Stil orientiert. Weitere Eigen-kompositionen an diesem Abend waren „Waltz for mama“, „On my way“ und „Meet again“, um noch einige zu nennen. Die Verfasser der Eigenkompositionen sind Christoph Handrack und Thomas Geis. Die finalen Arrangements der Stücke entwickeln sich dann immer bei den gemeinsamen Proben während des Zusammenspiels der Band.
Entsprechend der Besetzung hat die Band „Bluesdoctor“ etliche Blues-Standards im Programm, bei denen die Blues Harp (Mundharmonika) eine wichtige Rolle spielt. Diese Songs präsentierten die Musiker jeweils in ihrer eigenen Interpretation. Die Gäste freuten sich über z.B. „Before you accuse me“ (Ellas McDaniel), „Blues for Del“ (Kenny Burrell) und „Bluebird“ (Mark Knopfler). Auch der Song „Route 66“ (Bobby Troup) – einem der meist gecoverten Stücke überhaupt – zählte zum Repertoire des Abends.
Christoph Handrack moderierte das Konzert und gab zahlreiche Informationen. Das Piano spielte er mit viel Power und übernahm darauf oft auch den Bass. Seine kraftvolle, markante Stimme füllte den Raum. Hartmut Dietrich verstärkte ihn immer wieder gesanglich und bot auf seinen unterschiedlichen Mundharmonikas außerdem auch ausdrucksstarke Soli. Thomas Geis’ klares Gitarrenspiel zeugte von viel Erfahrung und Gefühl für das Instrument. Das Publikum war beeindruckt von den Darbietungen der drei Musiker. Die Zuhörer genossen die Musik der kurzfristig gebildeten 3er-Formation und waren hocherfreut darüber, dass das Konzert nicht abgesagt worden war. Sein begeisterter Applaus sprach Bände. Sehr gerne gaben die Musiker zum Abschluss des Abends mit ihrer Eigenkomposition „I’m sitting here waiting” die geforderte Zugabe.






