Kultur-Event

05. September 2026, Gästehaus „Am Kirchlein“
Berthold Schäfer, Siegward Roth und Jens Schneider weckten viele Erinnerungen
In diesem Jahr war die Nachfrage nach einer Karte für das Konzert so groß, dass die drei Musiker kurzfristig zwei Termine vorschlugen – Freitag, den 04.09. und Samstag, den 05.09. An beiden Abenden war im Gastraum des „Kirchleins“ kein Stuhl mehr frei. Zahlreiche Gäste waren voller Erwartung und Vorfreude gekommen um das Mundart-Event der drei Künstler zu genießen. Siegward Roth und Berthold Schäfer, die beiden Urgesteine der von ihnen 1985 gegründeten Mundartgruppe „Fäägmeel“, schätzen und lieben das mittelhessische Platt. Jens Schneider – „neues“ Bandmitglied – stand schon in der 2012 gegründeten Gruppe „Meelstaa“ mit Berthold auf der Bühne. Jens bringt sich als Sänger und Mandolinespieler in die musikalischen Darbietungen ein.
Zu Beginn las Siegward Roth sein Gedicht von den „Mittelhesse“ und stellte darin mit den Worten seiner Oma die Frage ‚Kerle, Kerle, woo git die Zeit hie?‘ Das neue, gleichnamige Lied „Mittelhesse“ erklang als Liebeslied an die eigene Heimat. An die kleine Lesung schloss sich der musikalische Teil an. Berthold und Jens spielten zur großen Begeisterung des fachkundigen Publikums „alte“ Fäägmehlsongs wie z.B. „Leäwiche Stowwe“ (lebendige Stuben) und „Dann off aamol“.
Nach der Pause begeisterte Siegward Roth in einer weiteren kleinen Lesung mit „Datzelschroawwel“ – dem Bericht über die Entdeckung eines seltsamen Tieres – und der Geschichte „En aale Schrank“. Im Anschluss folgten wieder von Berthold und Jens vorgetragene Mundartlieder. Dazu zählten die alten Fäägmeel-Songs „Ei guck hie“, „Junimojed“ (Junimorgen), „Ean de Kirch“, „Weit un noh“ u.a. Das neue Mundartlied „De Elektrigger“ im Rumba-Rhythmus mit Cha-Cha-Cha Schluss begeisterte die Zuhörer ausnahmslos.
Bertholds und Jens’ engagierter und mitreisender musikalischer Vortrag blieb nicht ohne Wirkung. Die Gäste sangen die Refrains mit, freuten sich über die Inhalte der Lieder und applaudierten mit großer Begeisterung. Sehr gerne gaben Berthold und Jens unter großem Beifall die vehement geforderte Zugabe.






